Chronik

Die Anfänge

Acht Jahre nach ihrer Einweihung war die neu entstandene Pfarre zur Auferstehung in St. Georgen noch immer ohne eigenen Chor. Weihnachten stand vor der Tür und so motivierte Josef Santer im Advent 1983 auf Bitten der Geistlichkeit 16 Singbegeisterte.

 

Zur ersten richtigen Probe traf sich der neue Chor am 1. Dezember, nur vier Wochen später gab es die erste Christmette mit Chorgesang in St. Georgen. Vier Lieder waren in der kurzen Zeit möglich gewesen: Das Hirtenlied Lost auf, der Kanon Dona nobis pacem und die beiden Weihnachtslieder Vom Himmel hoch und Stille Nacht

Heute hat der Chor ca. 40 aktive Mitglieder; für große Messen kommen nochmals bis zu zehn Gastsänger und Solisten dazu. Von den seinerzeitigen 16 Gründungsmitgliedern sind fünf noch immer bei uns. Das Repertoire hat sich gefühlt verhundertfacht und im Herbst 2016 ist Josef Santer nach 33 Jahren vom Dirigentenpult zum Bass gewechselt.

Unser Repertoire

Der Liederkreis St. Georgen ist in erster Linie ein Kirchenchor. Aber schon bei der Gründung und Namensgebung war klar, dass wir uns dem weltlichen Liedgut nicht verschließen wollen. Der Liederkreis steht also für ein vielfältiges, hochwertiges Repertoire.

 

Im spirituellen Bereich singen wir die klassischen lateinischen Messen von Mozart, Haydn oder Schubert, geistliche Volkslieder und Gospels. Besonders mögen wir Taizé-Gesänge; rhythmisch spannend sind Lieder aus Afrika oder die vielen modernen Kirchenlieder. Unsere Chorleiterin Judith Bloch hat uns zeitgenössische Kompositionen näher gebracht: 

Die Popmesse Missa 4 You(th) von Tjark Baumann zum Beispiel singen wir mit großer Begeisterung.

 

Im weltlichen Bereich stehen für uns natürlich die alpenländischen Volkslieder im Vordergrund. Gerade im Tiroler und Kärntner Liedgut finden wir immer wieder wunderschöne mehrstimmige Lieder. Aber auch barocke Liebeslieder oder die vielen Kanons machen uns Spaß und lockern die Chorproben auf. Mit ein bißchen Glück können Sie dieses Repertoire bei unseren gelegentlichen nicht-kirchlichen Auftritten hören.

Gemeinschaft

Stimmen klingen zusammen, wenn Menschen zusammen klingen und schwingen. Deshalb ist ein Chor mehr als eine Gruppe von SängerInnen. Ein Chor ist ein eingeschworenes Team.

 

Doch eine Chorgemeinschaft will auch gepflegt sein - und das verstand keiner besser als unser Gründer Josef Santer. Mit Spieleabenden, Nikolausfeiern oder Theaterbesuchen trug er dazu bei, dass aus Chorkollegen wirkliche Freunde wurden.

 

Von unseren Gartenfesten schwärmen wir heute noch; unsere Chorausflüge führten uns zum gemeinsamen Wandern nach Südtirol, zum Musical nach Zürich, zum Adventsingen nach Salzburg. Legendär sind natürlich unsere mehrtägigen Reisen zu den "runden" Chorjubiläen: Assisi, Elsass, Dresden haben wir miteinander erlebt. Wohin es zum nächsten runden Geburtstag gehen wird, diskutieren wir gerade leidenschaftlich.

 

Aber nicht nur die lustigen Stunden schweißen uns zusammen. Zuspruch und Miteinander geben auch in persönlich schwierigen Zeiten Halt.

Musikalische Höhepunkte

Wir genießen es immer, vor Publikum zu singen. Einige besondere Aufgaben sind uns aber speziell in Erinnerung geblieben: So denken wir gerne an unsere Messgestaltungen im Dom zu St. Jakob in Innsbruck zurück, und besonders an den Wortgottesdienst in der Hofkirche zum Weltkrippenkongresses 2012: Für mehr als 400 Krippenfreunde aus aller Welt sangen wir internationale Weihnachtslieder in vier Sprachen. 2019 haben wir das gemeinsame Musizieren mit dem Telfer Gemeinschaftschor und der Marktmusikkapelle im Wiener Stephansdom sehr genossen.

 

Bei unseren jährlichen Ausflügen haben wir immer wieder die Gelegenheit, für unsere Gastgeber zu singen: so waren wir in vielen Kirchen der näheren Umgebung, aber auch in Trient, Algund, Milland, Brixen und natürlich in der Telfer Partnergemeinde Lana zu Gast. 

Das Ende einer Ära

Mit dem Abschied unseres Gründers und Chorleiters Josef „Joe“ Santer im Herbst 2016 ging für den Liederkreis St. Georgen eine Ära zu Ende. Nach 33 Jahren, fast 1.200 Proben und hunderten Festgottesdiensten zog sich Josef aus der Leitung des Liederkreises zurück. Er hat es immer wieder verstanden, die Festgottesdienste auch zu einem musikalischen Fest zu machen.

 

Wie sehr es Josef Santer gelungen ist, aus dem anfänglichen Häuflein Begeisterter nicht nur einen Chor mit mehr als 40 Sängerinnen und Sängern zu machen, sondern auch eine eingeschworene Gemeinschaft, war zum Abschied in der berührenden Cäcilienmesse deutlich spürbar. Sein Chor dankte es ihm aus vollem Herzen und ernannte ihn zum Ehren-Chorleiter. Dekan Peter Scheiring, Pfarrer Erich Frischmann und Bürgermeister Christian Härting schlossen sich dem Dank mit anerkennenden Worten an. Schön, dass uns Josef als Sänger erhalten bleibt und weiterhin auch den Requiemchor leitet.

 

Seine Verdienste um den Chorgesang in Telfs wurden am 15. August 2017 mit der Verleihung des Verdienstkreuzes des Landes Tirol auch öffentlich gewürdigt.

 

Die musikalische Leitung des Liederkreises liegt nun in den Händen von Judith Bloch – für uns alle ein Neubeginn. Mit ihrer modernen, rhythmischen und ausdrucksstarken Probenarbeit begeistert sie selbst die alten Hasen im Chor.

Memento

Wer in den Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot. Wir gedenken unserer lieben verstorbenen Chormitglieder.

Georg Reinalter | Paul Erlacher | Felix Salzlechner | Erich Nocker | Franz Leiner | Luise Heiss | Oscar Lotter | Hans Heigl | Margit Pojer | Rosemarie Monz | Annemarie Pfeifer.

  

 

Cäcilienmesse

So. 24. November 2019

 

Christmette

Di. 24. Dezember 2019

"Die Vernunft kann nur reden. Es ist die Liebe, die singt."

 

Joseph de Maistre

STIMMEN

 

Lieber Josef, liebe Mitglieder des Liederkreises, ein herzliches Danke für die wunderschöne Gestaltung des Sterbegottesdienstes für Werner! 

Familie Raab

 

 

Dem Liederkreis St. Georgen ein herzliches Dankeschön für Eure berührendes Musikgeschenk beim Requiem meiner Mama! 

 Christl Florian-Binder

 

 

Wir danken dem Liederkreis für die schöne und würdevolle Gestaltung des Sterbegottesdienstes unserer lieben Mama. 

Im Namen aller,

Doris Neurauter

Grafik von Reinelde Praxmarer
Grafik von Reinelde Praxmarer

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